Das Fließschema ist ein für verfahrenstechnische Anlagen äußerst wichtiges Dokument. Trotz seiner Einfachheit enthält es alle relevanten Detailinformationen der Anlage. Doch, was genau verbirgt sich hinter einem Fließschema?

Was ist ein Fließschema?

Ein Fließschema ist die Basis für die Rohrleitungsplanung

Fließschemas sind die Basis der Planung in der Anlagen- und Verfahrenstechnik und werden dazu verwendet, den Aufbau und die Funktion einer Anlage grafisch darzustellen. Alle für die Verfahren erforderlichen Apparate und Maschinen werden darin nicht maßstäblich als vereinfachte, schematisierte Abbildung dargestellt. Trotz der Schlichtheit enthält ein Fließschema viele Detailinformationen, wie die Benennungen, Durchflüsse, Mengen, Energieträger sowie Betriebsbedingungen. Das Rohrleitungs- und Instrumentierungsfließbild, kurz R&I, enthält die gesamte technische Ausrüstung mit allen Zusatzinformationen. Doch wie können so viele Informationen in so einem einfach strukturierten Schema Platz finden?

Der Trend geht zur sinnvollen Vereinfachung

Große Bedeutung kommt der Benutzung von Symbolen zu. Diese sollen einfach, leicht verständlich und einprägsam sein, gleichzeitig dabei die Funktion des Gerätes angeben. Gerade häufig wiederkehrende Anlagenelemente, wie Pumpen, Gebläse oder einfache Tanks werden im Fließbild mithilfe grafischer Symbole vereinfacht dargestellt und ihr funktionaler Zusammenhang aufgezeigt.

Prozesse sichtbar machen

Eine weitere Herausforderung des Rohrleitungsplaners ist es, die Maschinen und Apparate aus den einzelnen Produktionsstätten mit Prozesslinien zu verknüpfen. Neben der Konstruktion der Rohrleitungspläne und der Aufstellungsplanung ist der Rohrleitungsplaner verantwortlich für die Auslegung der Rohrleitungen nach Prozessbeschreibung sowie für die Festlegung des Rohrleitungsverlaufs. Für all diese Anforderungen bildet das R&I-Fließschema die Basis.

Ein Fließschema erstellen, aber mit welchem Programm?

Moderne Programme zur Erstellung von R&I-Fließschemas bieten typischerweise standardmäßig Normen in Form von Symbolbibliotheken an. Dadurch können Fließschemas schnell zusammengestellt werden. Durch dazugehörige Linien wird die Verrohrung zwischen den einzelnen Komponenten der Anlage festgelegt. Die Werkzeuge zur Kennzeichnung der Anlage ermöglichen eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Komponenten oder Leitungen. Diese Funktionen sind in den meisten Software-Paketen enthalten, schützen jedoch nicht vor Fehlern.

„Ein Fließschema ist für die verfahrenstechnische Anlage ein sehr wichtiges Dokument und enthält zahlreiche Detailinformationen zur Anlage.“

R&I-Fließschema erstellen – Ohne Fehler

Einer der größten Vorteile einer Software zur Erstellung von Fließschemas, ist die Möglichkeit, bereits während des Erstellungsprozesses die komplette Planung auf ihre Konsistenz und auf Fehler hin zu überprüfen. Moderne Systeme erstellen eine detaillierte Liste der Problembereiche, benennen das genaue Problem und heben dieses in der Planung hervor. Dadurch kann der Planer oder Zeichner diese schnell und einfach beheben, ohne dass die Fehler in irgendeiner Form einen Einfluss auf die späteren Phasen in der Planung nehmen können.

Das Fließschema: Basis für viele Möglichkeiten

Oft werden die R&I-Fließschemas dazu verwendet, die Kalkulation für ein Angebot durchzuführen. Viel zu oft werden dabei die Berechnungen noch manuell ausgeführt. Eine Automatisierung bieten hier gleichfalls moderne R&I-Systeme, die direkt aus dem Fließschema die entsprechenden Stücklisten ableiten. Diese sind nicht nur äußerst präzise, sondern liegen auch direkt in einem passenden Format für die Tabellenkalkulation vor, so dass eine Angebotskalkulation sehr detailliert und genau ausfällt.

Hohe Detaillierung der Planung

Augenscheinlich bietet ein Fließschema eine nur sehr eingeschränkte Möglichkeit, einzelne Details der Planung unterzubringen. So müssen einzelne Behälter sehr genau ausgelegt werden, was oftmals in separaten Dokumenten geschieht, da ein Fließbild sehr wenig Platz für Zusatzangaben bietet. Eine Lösung dafür bieten in den aktuellen R&I-Systemen die sogenannten Attribute. Die Attribute in einem Fließschema können Geräte- und Gerätesymbolen sowie Prozessleitungen zugeordnet werden. Attribute können entweder vom Benutzer frei spezifiziert oder an Vorgaben gebunden werden. Typische Anwendungen sind die Angabe von Druckstufen, Größen, Materialien, Rohrinhalten, Kapazitäten und Temperaturen, die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Attribute sind im P&ID entweder sichtbar oder unsichtbar, können jedoch über Stücklisten detailliert ausgegeben werden. Die Notwendigkeit für Zusatzdokumente entfällt dadurch komplett, denn diese werden nun direkt aus dem Fließschema heraus extrahiert.

Eine moderne R&I-Software

Ein Software-Paket, das sich von vielen anderen hinsichtlich seiner Intelligenz und Flexibilität unterscheidet, ist das bereits auf dem Markt erhältliche M4 P&ID FX von CAD Schroer. Dieses System ist nicht nur von seinen Kosten her überschaubar, sondern bietet auch alle Funktionen, um die Planung so fehlerfrei wie nur möglich zu gestalten. Auch die Verwaltung der Detailinformationen und die entsprechende flexible Stücklistenerzeugung hebt es deutlich von den meist weitaus teureren Paketen hervor. Neue Nutzer brauchen lediglich die Video-Tutorials, um die Software für den eigenen praktischen Einsatz zu testen.

Fließschemas sind die Basis der Rohrleitungsplanung. Sie können in moderner Software schnell erstellt und gleichzeitig überprüft werden. Dadurch steigt die Qualität einer kompletten Rohrleitungsplanung.