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Erstellen und Bearbeiten von 3D-Planungswelten

Gitter

MPDS4 stellt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um das Planen in 3D zu unterstützen, dazu gehören unter anderem Gitter. Gitter sind intelligente Overlay-Daten, die aus Punkten bestehen und durch Linien miteinander verbunden sind. Dabei helfen die Gitterpunkte beim Erstellen und Positionieren von Elementen in 3D, z.B. beim Ausrichten von Modellen oder Stahlträgern. Die Gitterlinien dienen dagegen als optische Hilfe. Der Gitter-Linienstil ist in Farbe anpassbar. Dabei kann ein Gitter aktiviert oder deaktiviert und sichtbar oder unsichtbar gemacht werden.

Koordinatensysteme und GPS-Koordinaten

In MPDS4 können verschiedene Koordinatensysteme für die gesamte Planung angelegt werden. Dabei kann für jedes Koordinatensystem entschieden werden, wie dieses im Bezug zum Ursprungskoordinatensystem ausgerichtet werden soll. Jedes Koordinatensystem kann dann aktiviert werden, um die Planung basierend auf diesem weiter fortzuführen. Auch können diese Koordinatensysteme für die Platzierung einzelner Layouts aus dem 2D genutzt werden. Zusätzlich bietet MPDS4 die Möglichkeit für das Basis-Koordinatensystem eine GPS-Koordinate zu vergeben, wodurch sich danach alle weiteren Platzierungen entsprechend der dazugehörigen GPS-Koordinaten vornehmen lassen.

Import von 3D-Modellen

Für die Einrichtung einer Fabrik oder Anlage ist es sehr wichtig die Betriebsmittel wie Maschinen oder Tanks nicht neu erstellen zu müssen, sondern diese als bereits vorliegende Modelle zu importieren. MPDS4 bietet umfangreiche 3D-Schnittstellen, wie STEP, IGES, DWG, DXF, STL, VRML, VDA-FS und COLLADA. Dabei beinhaltet MPDS4 verschiedene Modellvereinfachungs-Funktionen, die beim Import eines Modells die Detaillierung des Modells reduziert. Dadurch lassen sich auch sehr große Modelle importieren und performant in einer gemeinsamen 3D-Aufstellungsplanung einsetzen. Auch können z.B. Flansche mit den dazu passenden Verbindungspunkten versehen werden.

Erstellung von parametrischen 3D-Modellen

Mit dem Modellierungswerkzeug 3D COMPONENT DESIGNER lassen sich in MPDS4 umfangreiche parametrische 3D-Modelle von Anlagen- oder Fabrikkomponenten erstellen. Dabei können die einzelnen Parameter auch so hinterlegt werden, dass z.B. beim Einladen eines Tanks der Durchmesser oder die Höhe angepasst werden kann. Auch lassen sich Tabellen mit verschiedenen Varianten eines Modells hinterlegen, die beim Laden ausgewählt werden können.

Freies Platzieren, Verschieben und Kopieren

In MPDS4 hat man die Wahl 3D-Modelle oder Komponenten entweder punktgenau oder frei zu platzieren. Vor der freien Platzierung bekommt der Benutzer eine Vorschau des Modells angezeigt. Dieses kann entsprechend gedreht oder an einem Anschlusspunkt ausgerichtet und dann in die aktuelle Planung eingeladen werden. Beim freien Platzieren von Katalogkomponenten, wie z.B. einem Bogen in einer Rohrleitung, richtet sich die Komponente bei der Platzierung automatisch entlang des Rohrleitungsverlaufs aus. Nach der Platzierung können dann alle 3D-Modelle dynamisch gedreht und bewegt werden. Für exaktes Drehen oder Bewegen kann der Benutzer einen Einrast-Abstand oder -Winkel einstellen. Auch können alle Komponenten einmalig oder mehrfach in einem definierten Abstand in die X-, Y- und Z-Richtung kopiert werden.

Verbindungen zwischen Komponenten

3D-Komponenten besitzen in MPDS4 immer sogenannte Anschlusspunkte. Diese beinhalten Informationen darüber, was an diese Komponente angeschlossen werden kann. Zwischen zwei Komponenten oder deren Anschlusspunkten kann mit dem Routing Werkzeug eine Verbindung in Form einer Rohrleitung, einer Kabeltrasse oder eines Lüftungskanals erstellt werden. Das Routing Werkzeug bietet dabei den entsprechenden Funktionsumfang, um die für eine Leitung ausgewählte Route immer genau passend zu zeichnen. Zusätzlich können damit auch bereits bestehende Verbindungen komplett dynamisch angepasst werden.

Auto-Routing

Mit dem Auto-Routing-Werkzeug in MPDS4 lässt sich eine Verbindung zwischen zwei Anschlusspunkten automatisch berechnen. Die Auto-Routing-Funktion sucht automatisch die kürzeste Route im System. Dazu werden die digitalen Informationen über benutzbare Routen, Mindestabstände und Typen, wie Rohrleitung, Kabeltrasse oder Klimakanal, für eine optimale Verbindung verwendet. Dabei kann der Benutzer eine der vorgeschlagenen möglichen Routen und Typen auswählen und z.B. eine Rohrleitung erstellen. Das Auto-Routing-Werkzeug bietet dabei weitere Einstellungsmöglichkeiten für das zu verwendende Koordinatensystem oder für einen Mindestabstand zum Anschlusspunkt, in dem die Rohrleitung gerade verlaufen soll. Eine zusätzliche Funktion bietet die Möglichkeit über eine Anschlussliste mehrere Verbindungen gleichzeitig automatisch routen zu lassen.